USA


Disambig-dark.svg Dieser Artikel behandelt die Vereinigten Staaten von Amerika (USA); zu anderen Bedeutungen siehe Vereinigte Staaten (Begriffsklärung) und Usa.
United States of America

Vereinigte Staaten von Amerika

Flagge der Vereinigten Staaten
Siegel der Vereinigten Staaten
Flagge Wappen
Wahlspruch:
e pluribus unum (aus vielen Eins)
In God We Trust (Auf Gott vertrauen wir, ab 1956)
Amtssprache keine Sprache als Amtssprache benannt, de facto Englisch
Hauptstadt Washington D.C.
Staatsform Präsidiale Bundesrepublik
Staatsoberhaupt und Regierungschef Präsident Barack Obama
Fläche 9.629.091 (UN 2007)[1] km²
Einwohnerzahl 308.241.000 (27. Dezember 2009)[2]
Bevölkerungsdichte 32 Einwohner pro km²
BIP
  • Total (PPP)
  • Total (Nominal)
  • BIP/Einw. (PPP)
  • BIP/Einw. (Nominal)
2008
  • $ 14.264 Milliarden (1.)
  • $ 14.264 Milliarden (1.)
  • $ 46.859 (6.)
  • $ 46.859 (15.)
HDI (13.) 0,956[3]
Währung 1 US-Dollar (USD, $) = 100 Cent (¢)
Gründung 1787/89 (Verfassung)
Unabhängigkeit 4. Juli 1776 (von Großbritannien)
Nationalhymne The Star-Spangled Banner
Nationalfeiertag 4. Juli (Independence Day)
Zeitzone UTC−5 bis UTC−10
Kfz-Kennzeichen USA
Internet-TLD .us, .gov, .mil, .edu
Telefonvorwahl +1 siehe NANP
United States (orthographic projection).svg
USA karte.png

Die Vereinigten Staaten von Amerika (engl. United States of America; kurz USA), in amtlicher Kurzform Vereinigte Staaten (engl. United States, kurz U.S.), nichtamtlich auch Amerika (engl. America), sind ein Staat in Nordamerika, der 50 Bundesstaaten umfasst. Mit Hawaii und kleineren Außengebieten hat er darüber hinaus Anteil an Ozeanien.

Das Land umfasst etwa 40 Prozent des Gebietes Nordamerikas und ist flächenmäßig nach Russland und Kanada der drittgrößte Staat der Erde.

Die Vereinigten Staaten gingen aus den dreizehn Kolonien hervor, die sich 1776 vom Mutterland Großbritannien unabhängig erklärten. Durch stete Einwanderung aus Europa und später Asien, Abdrängung der indianischen Ureinwohner, territoriale Expansion nach Westen, Annexion großer Teile Mexikos und Industrialisierung gewannen die USA ab Ende des 19. Jahrhunderts an weltpolitischem Einfluss. Dies zeigte sich insbesondere in den beiden Weltkriegen. Nach dem Zerfall der Sowjetunion waren die USA die einzige verbliebene Supermacht.

Eine formale Amtssprache gibt es nicht, doch herrscht Englisch bei Weitem vor, im Südwesten ist Spanisch verbreitet. Daneben existiert eine Vielzahl von Einwanderersprachen sowie Überreste der zahlreichen Indianersprachen.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Hauptartikel.svg Hauptartikel: Geographie der Vereinigten Staaten

Grenzen und Ausdehnung

Die USA haben eine gemeinsame Grenze mit Kanada, die insgesamt 8.895 km lang ist (wobei sich allein 2.477 km zwischen Alaska und Kanada erstrecken), und eine mit Mexiko, die 3.326 km lang ist. Die Gesamtlänge der US-Landesgrenzen beträgt 12.221 km. Die Küstenlinie an Atlantik, Pazifik und Golf von Mexiko umfasst insgesamt 19.924 km.

Der Staat umfasst eine Landfläche von 9.161.924 km², hinzu kommen 664.706 km²[4] Wasserflächen, so dass sich ein Staatsgebiet von 9.826.630 km² ergibt.

Die Nord-Süd-Ausdehnung zwischen der kanadischen und der mexikanischen Grenze beträgt etwa 2.500 km, die Ausdehnung zwischen Atlantik und Pazifik rund 4.500. Der Hauptteil des Landes liegt etwa zwischen dem 24. und 49. nördlichen Breitengrad und zwischen dem 68. und 125. westlichen Längengrad und ist in vier Zeitzonen eingeteilt (siehe Zeitzonen in den Vereinigten Staaten).

Geologie und Landschaftsgliederung

Satellitenbild der USA

Das Gebiet weist eine deutliche Gliederung auf. So erstrecken sich Gebirgszüge wie die vulkanische Kaskadenkette, die Faltengebirge der Rocky Mountains und der Appalachen von Nord nach Süd. Während auf ihrer Wetterseite ausgedehnte Wälder bestehen, erstrecken sich in ihrem Windschatten riesige Trockengebiete mit Wüsten- oder Graslandschaften (Prärien). Flusssysteme wie die von Mississippi und Missouri ermöglichten schon früh eine dichte Besiedlung, während die umgebenden trockenen Regionen bis heute dünn besiedelt sind.

Klima

Klimazonen der USA

Wichtigster Einflussfaktor des Klimas ist der polare Jetstream (Polarfrontjetstream), der umfangreiche Tiefdruckgebiete vom Nordpazifik bringt. Verbinden sich die Tiefs mit denjenigen von der atlantischen Küste, bringen sie im Winter als Nor'easters schwere Schneefälle. Da kein Gebirgszug westostwärts verläuft, bringen Winterstürme oftmals große Schneemengen weit in den Süden, während im Sommer die Hitze weit nordwärts bis nach Kanada reicht.

Die Gebiete zwischen den Gebirgszügen weisen dementsprechend hohe Temperaturextreme auf, dazu mehr oder minder große Trockenheit, die nach Süden und Westen zunimmt. Die Pazifikküste hingegen ist im Norden ein sehr regenreiches, häufig nebliges Gebiet. Das Gebiet um den Golf von Mexiko ist bereits subtropisch mit hohen Temperaturen im Sommer und häufig hoher Luftfeuchtigkeit. Zudem wird das Gebiet häufig von tropischen Wirbelströmen erreicht.

In Alaska herrscht arktisches Klima, die Gebirge sind zugleich die höchsten der USA (Mount McKinley, 6195 m). Hawaii, dessen Mauna Kea 4.205 m hoch ist, weist hingegen tropisches Klima auf.

Flora und Fauna

siehe auch: Nationalparks in den Vereinigten Staaten

Die Gebiete an der Ostküste bis zu den Großen Seen waren bis ins 19. Jahrhundert sehr stark bewaldet, die Westküste von mitunter extrem hohen Bäumen mit Wuchshöhen von über 100 m. Vieles davon ist in Ackerland umgewandelt oder bebaut worden, den überwiegenden Teil nehmen heute Nutzwälder ein. Die Artenvielfalt der trockeneren Graslandschaften ist im Zuge landwirtschaftlicher Nutzung ebenfalls stark reduziert worden. Schutzgebiete und -maßnahmen haben jedoch dazu geführt, dass viele der über 17.000 Gefäßpflanzenarten gerettet werden konnten. Allein Hawaii weist 1.800 Blütenpflanzen (Bedecktsamer) auf, von denen zahlreiche endemisch sind.[5]

Rund 400 Säugetier-, 750 Vogel- und 500 Reptilien- und Amphibienarten sowie weit über 90.000 Insektenarten bilden einen Teil der Fauna[6], wobei seit 1973 ein eigenes Gesetz bedrohte Arten schützt. 58 Nationalparks und mehrere hundert weitere Schutzgebiete weisen überwiegend eine starke Artenvielfalt auf, die in deutlichem Kontrast zu den weit verbreiteten Monokulturen steht.

Ballungsräume

Bevölkerungsdichte

Fast 80 % der Amerikaner lebten im Jahr 2000 in städtischen Gebieten.[7] 2006 hatten bereits 254 Orte mehr als 100.000 Einwohner, 50 Metropolregionen mit mehr als eine Million (bei nur neun Städten). Die größten Metropolregionen waren 2006 New York (18,6 Millionen), Los Angeles (13), Chicago (9,5), Dallas (6), Philadelphia (5,8), Houston (5,5) und Phoenix (4). Die Hauptballungsräume lagen zwischen New York und den Großen Seen, in Kalifornien und Arizona, sowie in Texas, in geringerem Maße in Florida.


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Datum/Date: Wed, 10 Mar 2010 03:21:35 +0100 - Cache bis/until: Sun, 09 May 2010 04:21:35 +0200

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